Feldweg und offene Landschaft bei Naugarten

Gemeinschaft / Initiativen

Wenn aus einer Idee Arbeit wird

In Naugarten entstehen Vorhaben oft dort, wo jemand genau hinschaut. Die Wiederansiedlung der Rebhühner zeigt, wie aus Aufmerksamkeit ein gemeinsames Projekt wird.

Rebhühner

Eine Art kehrt nicht von allein zurück.

Im Bereich Naugarten galten Rebhühner seit Jahrzehnten als verschwunden. Ein Zeitungsartikel über ein Wiederansiedlungsprojekt in Templin brachte im Oktober 2023 die Frage auf: Könnte so etwas auch hier gelingen?

Aus der Frage wurde ein konkretes Vorhaben. Waldemar Gottin nahm Kontakt zum Initiator des Templiner Projekts auf und fand Unterstützung für eine Wiederansiedlung in Naugarten.

Seit dem Frühjahr 2024 entsteht daraus gemeinsame Arbeit: eine Voliere bauen, Hilfe organisieren, Wissen weitergeben und geduldig beobachten, ob sich wieder eine stabile Wildpopulation entwickeln kann.

Ränder zwischen Wald, Wasser, Wiesen und Feld gehören zu der Landschaft, in der Arten wieder Fuß fassen sollen.

Zusammenarbeit

Naturschutz funktioniert hier nicht als Einzelaufgabe.

Unterstützt wird das Vorhaben durch den NABU, die Jägerschaft Naugarten, die Agrarprodukte Dedelow GmbH und viele Helferinnen und Helfer aus Naugarten und der Umgebung.

Genau darin liegt die Stärke solcher Initiativen: Es braucht fachliches Wissen, Flächenbezug, praktische Hände und Menschen, die auch dann weitermachen, wenn das Ergebnis nicht sofort sichtbar ist.

NABUJägerschaft NaugartenAgrarprodukte Dedelow GmbHHelfer aus Naugarten und Umgebung

Vom Anstoß zur Auswilderung

Erst lesen. Dann fragen. Dann machen.

Die Rebhuhn-Geschichte passt gut zu Naugarten, weil sie nicht mit einer großen Ansage beginnt. Sie beginnt mit Aufmerksamkeit und wächst durch Menschen, die sich zuständig fühlen.

Aufmerksam werden

Ein Beispiel aus Templin zeigt, dass Wiederansiedlung möglich ist, wenn viele Beteiligte zusammenarbeiten.

Unterstützung suchen

Aus einer Idee wird ein Vorhaben, weil Wissen, Material, Flächen und praktische Hilfe zusammenkommen.

Lebensraum vorbereiten

Die Voliere ist der sichtbare Anfang. Entscheidend bleibt, ob sich langfristig eine stabile Wildpopulation entwickeln kann.

Landschaft

Feldränder, Wege, offene Landschaft.

Ein Wiederansiedlungsprojekt beginnt nicht erst bei den Tieren. Es braucht eine Landschaft, in der Nahrung, Deckung und Rückzugsräume zusammenpassen. Die Bilder zeigen deshalb den Raum rund um Naugarten, in dem dieses Vorhaben verankert ist.

Die Rebhuhn-Initiative gehört in die Feldflur rund um Naugarten: dorthin, wo offene Flächen, Ränder und Deckung zusammenkommen müssen.
Ränder zwischen Wald, Wasser, Wiesen und Feld gehören zu der Landschaft, in der Arten wieder Fuß fassen sollen.
Zwischen Wegen, Feldern und Gehölzrändern entscheidet sich, ob Arten wieder Fuß fassen können.

Einordnen

Nicht alles ist ein Verein. Vieles ist trotzdem verbindlich.

In Naugarten gibt es neben dem Dorf- und Seeverein viele Gruppen, Chöre und Formate. Sie sind Teil des Dorflebens, ohne automatisch formale Organisationen zu sein.

Chöre und Musik

Männerchor, Kirchenchor, Bläserchor und Jagdhornbläser gehören zum Klang des Dorflebens.

Bewegung und Treffen

Line Dance, Sportgruppen und Spielenachmittage entstehen aus Menschen, die etwas gemeinsam tun wollen.

Kultur und Austausch

Theater 89, Lesenachmittage und Wanderkneipe zeigen, wie viel auch jenseits fester Vereinsformen möglich ist.